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Der Präsenzunterricht hat Priorität

17.12.2021

Der Präsenzunterricht hat Priorität

Die Schule weist dringend darauf hin, wie wichtig der Präsenzunterricht für die Kinder ist. Man könne diesen nicht durch Lernaufgaben zu Hause ersetzen. Bild: In der Pause muss die Energie raus, auch wenn es kalt ist – die Schüler verteilen sich auf die große Fläche rund um die GMS Mönchweiler

Mönchweiler, 17.12.21

Alles jammern nützt nichts: „Wir müssen konstruktiv mit den Entscheidungen der Politik umgehen“, reagieren Susanne Grünwald und Lothar Reiner von der GMS Mönchweiler auf das zermürbende Hin- und Her in Corona-Zeiten. 

„Wir hätten uns gerne eine klare Entscheidung gewünscht, jetzt haben wir wieder eine gewisse Unsicherheit – zumindest für die letzten drei Tage vor den Weihnachtsferien“. Hier nämlich greift eine neuerliche Entscheidung der Regierung: Wer möchte, kann sein Kind für diese drei Tage vom Präsenzunterricht befreien – allerdings bedeutet dies „eine selbstgewählte Quarantäne“. „In dieser Zeit sollen die Kinder dann aber auch zuhause bleiben, sonst macht das überhaupt keinen Sinn“, erklärt Grünwald. Schließlich wollte man mit der selbstgewählten Quarantäne die Kontakte bis zum Familienfest einschränken, um so eventuell Oma und Opa zu schützen. „Wir haben ein entsprechendes Schreiben an alle Eltern herausgegeben und warten nun auf Rückmeldungen bis zum kommenden Mittwoch“. Darin weist die Schule dringend darauf hin, wie wichtig der Präsenzunterricht für die Kinder ist. Man könne diesen nicht durch Lernaufgaben zu Hause ersetzen. Die wird es zwar für die beurlaubten Schüler geben – einen Fernunterricht wird es aber keinesfalls geben. „ Erste Priorität hat der Präsenzunterricht“.

Die Eltern der Schüler an der GMS Mönchweiler wissen zwischenzeitlich, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um den Unterricht mit viel Sicherheit stattfinden kann. Vor allem die soziale Komponente hat in Pandemiezeiten schwer gelitten – hier müsse man dringend entgegensteuern. Und dann kommt von Seiten der Schulleitung ein ganz dickes Lob an Schüler und Eltern. „95 Prozent unserer Eltern und Jugendlichen gehen den schwierigen Weg mit“. Die Schüler der Sekundarstufe 1 müssten kaum ermahnt werden, die Hygienemaßnahmen einzuhalten. „Mittlerweile werden auch Schüler und Lehrer, die geimpft sind, dreimal wöchentlich getestet, taucht in einer Lerngruppe ein positiver Fall auf, wird der Test auf fünf mal wöchentlich ausgeweitet. Während der Pandemie habe man die Befindlichkeiten der Kinder oft aus dem Auge verloren. „ Die Ängste sitzen tief, so vieles stürmt auf die Kinder ein – sie werden durch die vielen Negativ-Schlagzeilen oft überfordert“. Man könne sich nur schwer vorstellen, was es für ein Kind bedeutet, wenn es positiv auf das Virus getestet wurde. „Da kommt alles hoch, da müssen wir sensibel sein - und oft auch trösten“, weiß Susanne Grünwald zu berichten. Und genau da unterscheide sich die Schulgemeinschaft von unserer Gesellschaft. „Ich kann sicher sagen, dass es hier keine Ausgrenzung und Schuldzuweisung gibt, die Solidarität unter den Schülern ist beeindruckend. Da kann sich unsere Gesellschaft eine Scheibe abschneiden“. Man sei richtig stolz auf die Schüler: „Ihrem Verhalten ist es zu verdanken, dass die Schule nach wie vor offen ist und keine Klassen in Quarantäne sind“.

Für Grünwald und Reiner gibt es keinen Ersatz für das gemeinsame Lernen. „Kinder und Jugendliche brauchen Kinder und Jugendliche im Umgang für ihre soziale Entwicklung“. Und genau das hat unter der Pandemie sehr gelitten. „ Die Aktion Rückenwind erfordert viel Lernzeit – dabei nimmt die pädagogische und soziale Arbeit einen großen Raum ein“, weiß auch Lothar Reiner. Die Schule brauche eigentlich Kontinuität – muss sich  aber täglich mit neuen Vorgaben auseinander setzen. Fazit: Die Schule ist kein Abbild der Gesellschaft – es gibt hier mehr Solidarität und mehr Achtsamkeit, nur ein solches Verhalten kann auf Dauer helfen. Grünwald und Reiner haben einen ganz positiven Blick auf die Jugend.

Text und Bild: Monika Hettich-Marull, Schwarzwälder Bote






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