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Schriftsatz dick wie ein Telefonbuch

25.06.2021

Schriftsatz dick wie ein Telefonbuch

Medienentwicklungsplan in Gemeinschaftsschule Mönchweiler mit großen Schritten vorangebracht/Prüfungen abgeschlossen

Daniel Hornberger (von links), Lothar Reiner und Susanne Meßmer haben ein schwieriges Jahr hinter sich – der Medienentwicklungsplan ist in der Pandemie wertvolles Instrument für den Schulalltag. Foto: Hettich-Marull Foto: Schwarzwälder Bote

Mönchweiler. Die Schüler der Gemeinschaftsschule (GMS) Mönchweiler haben es fast hinter sich – und das unter erschwerten Bedingungen. Am Freitag wurden die letzten Prüfungen in den Fächern Naturwissenschaft und Technik und Französisch geschrieben. 

Zwei Wochen schriftliche Prüfung liegen hinter den Abschlussklassen. Lothar Reiner und Susanne Meßmer können ein positives Fazit ziehen, was den Ablauf der Prüfung angeht. "Alle Prüflinge haben sich testen lassen und alle haben die geforderten Prüfungen mitgeschrieben." Es werde kein Nachtermin an der GMS Mönchweiler nötig werden. "Wir hatten überhaupt keine Probleme mit den Testungen – unsere Schüler haben mitgezogen", freut sich Susanne Meßmer.

Digitalisierung

Erfreulich gut hatten bei den Prüfungen auch die digitalen Vorlagen funktioniert. Dabei habe sich gezeigt, dass die aufgrund der Pandemie stark beschleunigte Digitalisierung an der Schule voll gegriffen hat. "Wir müssen es einfach noch einmal betonen: Das Rathaus, allen voran Hauptamtsleiter Sebastian Duffner, machen einen super Job", bedankt sich Lothar Reiner.

Der Medienentwicklungsplan – ein Schriftsatz dick wie ein Telefonbuch – wurde mit Riesenschritten vorangebracht und muss ständig weitergeführt werden. Ein Glück, wenn man mit Daniel Hornberger einen Pädagogen hat, der hier viel Entwicklungs- und Umsetzungsarbeit leistet. "Die Pandemie hat gezeigt, dass wir unser Schulkonzept in einigen Bereichen noch einmal überarbeiten müssen. Vieles ist in Präsenz wichtig – wir müssen aber austarieren, welche Dinge auch künftig digital bleiben können", hat Susanne Meßmer erkannt. Dies betreffe vor allem Gesprächsrunden innerhalb des Schulteams. Generell sei der Präsenzunterricht für Schüler und Lehrer ein Segen. "Endlich ist wieder Leben in der Schule, sind soziale Kontakte wieder möglich und der Austausch untereinander", freuen sich Meßmer und Reiner. Das habe allen schon sehr gefehlt.

In der Sekundarstufe funktioniere die Selbsttestung der Schüler sehr gut – in der Grundschule vertraue man ganz den Eltern, die die Testung zu Hause erledigen. "Sie übernehmen somit Verantwortung für die gesamte Schule mit".

Es gebe an der ganzen Schule im übrigen nur zehn Schüler, die sich noch im Homeschooling befinden – aus den verschiedensten Gründen und verteilt auf alle Klassenstufen. "Wir versuchen diese Schüler gut zu versorgen – die Priorität gilt allerdings klar den Präsenzschülern", erklären die beiden.

Blickt man auf das vergangene Schuljahr zurück: Für alle war die Situation neu und teilweise extrem belastend. Im neuen Schuljahr müsse man gezielt in Klasse acht die Basisförderung als Priorität sehen. "Da muss das eine oder andere Fach für ein halbes Jahr auch mal in den Hintergrund rücken", sieht Meßmer die Realität. "Wir müssen und können unseren Kindern vertrauen, dass sie den Rückstand mit Erfolg aufarbeiten können", ist sie zuversichtlich. Seit 16. Dezember hatten viele Kinder einen ganz anderen Tagesablauf als gewohnt. Kein Schulweg, kein früher Unterrichtsbeginn, kein geregelter Ablauf – jetzt muss der Alltag schnell wiederkommen.

Viele Lehrer geimpft

Wie sieht es denn im Lehrerkollegium aus? Rund ein Drittel, so die Schulleitung, sei vollständig und die meisten anderen schon einmal geimpft. "Es gibt bei uns weder Masken-, noch Impfverweigerer", erklärt Meßmer. Positiv sei auch, dass sich genügend Lehrer gemeldet hätten, um in den letzten beiden Ferienwochen die Lernbrücken in den Klassenstufen eins bis neun anbieten zu können. "Rund 70 Schüler wurden von ihren Klassenlehrern für dieses Angebot ausgewählt – jetzt müssen die Eltern entscheiden, ob sie das Angebot annehmen", erklärt Meßmer.

Eines lässt sich die GMS auch dieses Jahr nicht nehmen. Die Abschlussklassen werden wieder mit einem kleinen Fest verabschiedet. Am 22. Juli wird man sich dazu auf dem Schulhof treffen und den erfolgreichen Abschluss feiern.

von Monika Hettich-Marull

22.06.21 Schwarzwälder Bote

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